
ZÜRICH - Maximal für zwei Jahre würde Roman Polanski hinter Gittern verschwinden - sollte er tatsächlich an die USA ausgeliefert werden. Zumindest ist das Gesuch der Vereinigten Staaten nun aber offiziell. Vor wenigen Tagen ging beim Justizministerium der Schweiz ein formelles Schreiben ein. Sollte sich die Schweiz tatsächlich für eine Auslieferung Polanskis entscheiden, könnte dieser zu maximal zwei Jahren Haft verurteilt werden. Dies geht aus dem Gesuch der USA hervor. Dennoch will sich der Regisseur nicht in sein Schicksal fügen. Sein Anwalt erklärte bereits, Polanski werde seinen Kurs nicht ändern. Es steht jetzt schon fest, sollte sich die Schweiz für eine Auslieferung entscheiden, legt Roman Polanski umgehend Einspruch ein.
Roman Polanski sitzt seit Ende September in einem Gefängnis in Zürich. Er war verhaftet worden, da er Ende der 70er Jahre ein minderjähriges Mädchen sexuell missbraucht haben soll. Obwohl verurteilt, flüchtete Polanski damals aus den USA - er kehrte nicht zurück. Der Haftbefehl gegen den Regisseur wurde aber nie aufgehoben.
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